Regionen

Die Küste

Die 560 Küstenkilometer sind ein Paradies für alle, die wunderbare Strände und den Kontakt mit der Natur suchen. Das Profil dieser im 18. Jahrhundert von Bewohnern der Azoreninseln kolonisierten Region wird durch große und kleine Buchten, Sumpfgebiete, Lagunen und mehr als 500 Strände geprägt. Es ist zudem eines der wichtigsten Gebiete ozeanischer Artenvielfalt in Brasilien. Die wichtigsten Städte sind Florianópolis, São José, Laguna, Imbituba, Itajaí, Balneário Camboriú und São Francisco do Sul. Fischfang und Tourismus sind die hervorstechenden ökonomischen Aktivitäten.

Florianópolis, Hauptstadt und Verwaltungszentrum, ist eine privilegierte Stadt: der Großteil des Stadtgebietes von 536 km2 erstreckt sich über eine Insel (524 km2). Drei Brücken verbinden die Insel mit dem Festland. Unter den Hauptstädten der brasilianischen Bundesstaaten bietet sie die beste Lebensqualität, und hinter Rio de Janeiro und São Paulo ist sie die am meisten von ausländischen Touristen besuchte Stadt Brasiliens. Die vierhunderttausend Einwohner leben im bewegten Rhythmus eines kosmopoliten, urbanen Zentrums und zugleich in der Ruhe der von den Azorenbewohnern erbauten Dörfer. Die meisten der 100 Strände sind zum Baden geeignet.

Der Norden

Stark von Traditionen deutschstämmiger Einwanderer geprägt verbindet der Norden des Bundeslandes eine dynamische Wirtschaft mit dem Respekt gegenüber einer üppigen Natur. In dieser an einheimischen Hölzern wie wiederaufgeforsteten Flächen reichen Gegend befindet sich das Zentrum der Holzindustrie Santa Catarinas, die größte Lateinamerikas, die Sägewerke, Möbelfabriken sowie Papier- und Kartonprodukte umfasst. Fabriken aus dem Elektro-, Metall-, und Maschinenbausektor teilen sich den Raum mit den dichten Wäldern des Küstengebirges und rund um die Babitongabucht. Die wichtigsten Städte sind Joinville (die mit 490 Tausend Einwohner größte Stadt Santa Catarinas). Jaraguá do Sul, São Bento do Sul, Rio Negrinho, Canoinhas und Mafra.

Das Itajaítal

Ein „kleines Stück Deutschland“, eingepflanzt in Santa Catarina. Das ist das Itajaí Tal, das zwischen Hauptstadt und dem Nordosten des Bundesstaates liegt. Das Erbe der deutschen Einwanderer erkennt man in der Fachwerkarchitektur, den Gerichten und traditionellen Festen, den gepflegten Gärten und der starken Textilindustrie. Die an Bergen, Tälern, Flüssen, Wasserfällen und Wäldern reiche Landschaft lädt zu naturnahem Tourismus ein. Die wichtigsten Städte sind Blumenau, Gaspar, Pomerode, Indaial, Brusque und Rio do Sul.

Die Bergregion

Die Kälte und der ländliche Tourismus sind die großen Anziehungspunkte dieser Region, deren wirtschaftliche Hauptaktivitäten in der Geflügelzucht und der Holzindustrie liegen. Aufgrund der bukolischen Landschaft und des Schnees, der in einigen Städten zu fallen pflegt, erhält diese Region im Winter Tausende von Besuchern. Die wichtigsten Städte sind Lages, São Joaquim, Urubici und Bom Jardim da Serra.

Der Süden

Die einfache Lebensart der italienischen Einwanderer ist eine besondere Charakteristik dieser Region. Ihre Besucher können sich in den Weingütern umsehen und die italienische Kultur auf typischen Festen genießen. Der Kohleabbau und die Keramikindustrie stellen die wirtschaftlichen Schwerpunkte dar. Der Süden besitzt Thermalquellen und Canyons mit reicher Artenvielfalt. Die wichtigsten Städte sind Cricúma, Tubarão, Araranguá, Sombrio, Içara, Gravatal und Urussanga.

Der Mittlere Westen

In dieser von welligen Bergrücken gekennzeichneten Region im Zentrum des Bundeslandes befinden sich kleine und mittlere Gemeinden, die von italienischen, deutschen, österreichischen und japanischen Einwanderern gegründet wurden. Die wirtschaftlichen Aktivitäten richten sich auf die Landwirtschaft, die Viehzucht und den Apfelanbau. Außerdem gibt es wichtige Hersteller aus dem Metall- und Maschinenbausektor. Die wichtigen Städte sind Joaçaba, Videira, Caçador, Treze Tílias, Curitibanos, Fraiburgo, Campos Novos und Concórdia.

Der Westen

Die Ebenen im Westen sind die „Kornkammer“ Santa Catarinas, denn von dort stammt ein Gutteil der brasilianischen Produktion an Getreide sowie Rind- und Schweinefleisch. Große und mittlere fleischverarbeitende Betriebe arbeiten in einer erfolgreichen Kooperation mit den lokalen Produzenten zusammen: die Firmen liefern Tierfutter und Technologie und kaufen anschließend die Tierproduktion auf. Die Region beginnt auch ihr existierendes touristisches Potential zu nutzen, insbesondere hinsichtlich ihrer Thermalquellen. Die Wichtigsten Städte sind Chapecó, Xanxerê, Dionísio Cerqueira, und São Miguel do Oeste.