Dezentralisierung und zusammenarbeit

Während der ersten beiden Regierungsjahre führte die Regierung von Luiz Henrique da Silveira eine dezentralisierte Verwaltungsform durch, die sich auf 30 regionale Entwicklungs- und Verwaltungsbüros mit eigenen regional verwendbaren Haushaltsmitteln stützt. (2007 wurde diese Struktur auf 37 Büros erweitert.) Im Februar 2005 wurden diese Verwaltungsreformen abgeschlossen und weitere innovative Projekte verabschiedet: der Fundo Social und die halböffentliche SC-Parceria S/A. Sie sind zentral für die Dezentralisierungsbemühungen und für den Aufbau vielfältiger und flexibler Formen der Zusammenarbeit, die alle darauf abzielen, die verschiedenen produktiven Konglomerate im Bundesland zu stärken undihre Wettbewerbsfähigkeit auf eine integrierte und harmonische Weise zu stärken.

SC-Parcerias S/A

Es handelt sich um eine Firma, die gegründet wurde, um finanzielle Mittel aus halböffentlichen, mischfinanzierten Projekten, den sogenannten PPPs (Parcerias Público- Privadas), zusammenzufassen. Ihr Eigenkapital soll im Laufe der Zeit auf 1 Milliarde Reais anwachsen. Es handelt sich um eine Aktiengesellschaft, die an das Ministerium für Landesplanung angeschlossen ist. Sie soll in erster Linie sich selbst tragende Projekte fördern, wie die Verdoppelung der im Bundesland vorhandenen Kilometer an Bundesstrassen; die Vollendung und Renovierung der Bundesstrasse BR-282; die Privatisierung von Bundesstrassen und anderen öffentlichen Einrichtungen; Ausbau, Erweiterung und Konstruktion von Hafenanlagen in Santa Catarina; den Ausbau des Wasser- und Abwassersystems; Erweiterung und Renovierung von den Tourismus fördernden Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsstätten; Anschubförderung anderer sich finanziell selbsttragender Projekte.

Der Sozialfond

Dieser Sozialfond wurde gegründet, um Projekte zu fördern, die auf soziale Inklusion abzielen. Dabei handelt sich etwa um Straßenbauprojekte, sozialen Wohnungsbau, wie auch Fördermittel für Tourismus, Sport und Kultur. Seine Fördermittel stammen aus freiwillig eingezahlten Mitteln der Umsatzsteuer. Die Regierung erwartet jährlich 300 Millionen Reais einzunehmen, um spezielle Förderprogramme zu schaffen. Der Fond wird aus Einnahmen aufgebaut, die von Firmen stammen, die mit dieser Steuer im Zahlungsverzug sind. Bei Schuldentilgung werden ihnen 50% der Steuerschuld erlassen.